Urinstreifen: Anwendung und Auswertung
Wahrscheinlich kennt ein jeder die Situation: Nach dem Verzehr bestimmter Nahrungsmittel verfärbt sich der Urin kurzzeitig, ohne dass eine bestimmte Krankheit dahintersteckt. Nach dem Genuss Roter Beete beispielsweise erhält der Urin – wie der Name schon sagt – eine rötliche Färbung. Wurden allerdings Lebensmittel dieser Art nicht verzehrt und hält die Verfärbung zudem länger an (unter anderem können Rot, Braun, Weiß, Grün oder auch Mischungen untereinander möglich sein), könnte allerdings eine Krankheit der Grund sein. In diesem Fall kommen nicht selten Urinstreifen zum Einsatz, um eine erste, grobe Übersicht über die potentielle Erkrankung zu erhalten.
Wie wird ein Urinstreifen angewendet und wie funktioniert dieser überhaupt?
Die Anwendung eines Urinstreifens ist relativ simpel, da dieser einfach in den Urin gehalten wird. Letzterer sollte sich in einem sauberen Behältnis befinden und relativ zügig nach der Probenabgabe genutzt werden. Wichtig ist, dass alle Bereiche, die mit Testfeldern besetzt sind, auch tatsächlich mit dem Urin in Berührung kommen, um eine ordnungsgemäße Nutzung sicherzustellen.
Die Funktionsweise ist ebenfalls kein Hexenwerk. Denn jedes dieser angesprochenen Testfelder enthält unterschiedliche chemische Stoffe, die mit den im Urin enthaltenen Substanzen eine Verbindung eingehen. Jedes der Felder bezieht sich auf eine andere Krankheit, die der Urin anzeigen kann.
Wie wird ein Urintest ausgewertet?
Um den Urinstreifen erfolgreich auswerten zu können, müssen die handelnden Personen wissen, welche Bedeutung die einzelnen, nach der Reaktion der chemischen Stoffe und Substanzen im Urin, entstehenden Farben auf dem Streifen besitzen. Letztlich können eine ganze Reihe Krankheiten beziehungsweise Messwerte mit Hilfe des Urins erkannt werden. Der pH-Wert zum Beispiel kann bei abnormalen Werten auf Harnwegskrankheiten hinweisen, die auch im Zusammenspiel mit einem aus der Balance geratenen Säuren-Basen-Haushalt auftreten können.
Die einzelnen Farben deuten unter anderem auf fehlende Proteine hin, was ebenfalls auf Krankheiten schließen lässt. Der Anteil an Leukozyten kann ebenso ermittelt werden wie der von Bilirubin oder Glukose. Mit diesen Werten können sogar Krankheiten und Funktionsbeeinträchtigungen der Leber festgestellt werden. Ein Urinstreifentest ist aber niemals das abschließende Element einer Untersuchung, sondern lediglich eine einen Überblick schaffende Untersuchung, an die sich weitere Prozesse anschließen.
Wo lässt sich ein Urinstreifen erwerben?
Der Erwerb eines Urinstreifens ist ohne Probleme auf verschiedenen wegen möglich. Zum einen bleibt jedem natürlich der eher traditionelle Weg des Gangs in die Apotheke. Zum anderen kann auch im Internet in Online-Shops wie Amazon ein entsprechendes Modell gekauft werden.
Das Durchführen des Tests zuhause sollte allerdings nur grob Krankheiten ausschließen und zur Beruhigung dienen. Der Gang zum Arzt sollte trotz der Anwendung in den eigenen vier Wänden bei einem Verdacht niemals vergessen werden.
Foto: Amazon PartnerNet

