Die Vanilleblume – peruanische Schönheit für ihren Garten
Die Vanilleblume stammt ursprünglich aus den Anden; ihr lateinischer Name lautet Heliotropium arborescens. Umgangssprachlich wird sie auch Sonnenwende gennant. Sie gehört zu den immergrünen Raublattgewächen, mit dunkelgrünen, leicht behaarten Blättern. Die Vanilleblume trägt Dolden mit zahlreichen Blüten. Diese sind leuchtend lila bis blau gefärbt und verströmen einen intensiven Duft nach Vanille. Es existieren auch Zuchtformen mit anderen Blütenfarben.
Reichlich Licht und Wasser
Die Vanilleblume kann den deutschen Sommer gut im Freien verbringen, entweder im Beet oder auf dem Balkon, und gedeiht dort vorzüglich. Sie liebt einen hellen, vor Wind geschützten und sonnigen Standort, wobei Jungpflanzen nicht der prallen Sonne ausgesetzt sein sollten. Lichtmangel schwächt die Pflanze.
Die Vanilleblume muss reichlich gegossen werden. Vetrocknete Vanilleblumen bekommen unansehnlich braune Blätter, können sich jedoch nach Wassergaben oft noch gut regenerieren und neue Blüten ausbilden.
Hinsichtlich des Substrats bieten sich sandige Böden an, die reichlich Wasser durchlassen. Der Boden sollte nicht übermäßig nährstoffreich sein. Eine Düngung ist nur sehr sparsam erforderlich und oft kann vollkommen darauf verzichtet werden.
Kauf und Aufzucht der duftenden Vanilleblume
Sie können im Gärtnereihandel entweder Samen, Stecklinge oder bereits entwickelte Pflanzen kaufen – Samen lassen sich auch einfach online bei verschiedenen Anbietern bestellen, beispielsweise bei Amazon. Die Aufzucht stellt den Hobbygärtner meist vor keine großen Probleme. Die Anzucht sollte ab Februar in einem Zimmergewächshaus erfolgen, da die Vanilleblume Licht zum Keimen benötigt. Dann können die jungen Pflanzen im frühen Sommer nach draußen gesetzt werden, sobald die Temperaturen dies zulassen.
Sicher über den Winter
Die Vanilleblume wird meist einjährig gehalten und wächst dann etwa einen halben Meter hoch. Sie ist nicht winterhart. Es ist möglich, sie zu überwintern, allerdings ist dies mit einigem Aufwand verbunden, da sie recht empfindlich auf Frost reagiert. Sie muss deswegen vor dem ersten Kälteeinbruch ins Haus verbracht werden. Dort steht sie idealerweise in einem hellen, aber kühlen Raum – ein unbeheizter Wintergarten bietet sich hier an. Bei der Überwinterung im Keller kümmert die Vanilleblume auf Grund des Lichtmangels; teilweise kann hier jedoch durch das Schneiden der gewucherten Triebe im Frühling Abhilfe geschaffen werden. Nach einer erfolgreichen Überwinterung kann man im Februar Stecklinge nehmen und sie in sandiges Substrat setzen; die Vanilleblume ist somit recht einfach zu vermehren.

Die Vanilleblume
Verblühte Dolden sind zu entfernen, um ein stetiges Blütenwachstum sicher zu stellen; größere Pflanzen, die viele Blüten tragen, sollten abgestützt werden. Es besteht sonst die Gefahr dass die Halme unter dem Gewicht der Dolden abknicken. Davon abgesehen ist die Vanilleblume jedoch leicht zu pflegen und eine äußerst attraktive Pflanze für den heimischen Garten.
Foto: Kurt Stüber / Creative Commons
