Nierenkolik – was tun?
Zu einer Nierenkolik kommt es, wenn Nierengries oder Nierensteine durch den Harnleiter abtransportiert werden sollen, sich aber an Engstellen des Harnleiters festsetzen; beim Versuch des Körpers, die Fremdkörper trotzdem weiter zu transportieren, kommt es beim Betroffenen zu sehr starken, krampfartigen Schmerzen. Diese Schmerzen erstrecken sich meist über den Bauchraum und auf Höhe von Niere und Harnleiter ist der Bauch berührungsempfindlich. In schweren Fällen bezeichnet man die entsprechenden Beschwerden auch als sogenanntes akutes Abdomen. So, wie es bei Menschen zu einer Nierenkolik kommen kann, gibt es die Nierenkolik auch beim Pferd, beim Hund oder bei Katzen.
Symptomatik
Die Dauer einzelner Krämpfe, die bei einer Nierenkolik entstehen, können sehr unterschiedlich sein; so können die Krämpfe mehrere Minuten, aber auch mehrere Stunden überdauern. Außerdem kann es zu Durchfall, Übelkeit und Erbrechen kommen; ebenso wie zu einer Ansammlung von Blut im Urin.
Aufgrund der starken Schmerzen bei einer Nierenkolik gibt es häufig vor allem bei Menschen, die bereits einmal an einer Nierenkolik erkrankt sind, eine ausgeprägte Angst, erneut unter einer Nierenkolik leiden zu müssen.
Therapie der Nierenkolik
Die Frage ‘was tun’ stellt sich beim Betroffenen, wenn nach einer geeigneten Therapie der Nierenkolik gesucht wird: Die Behandlung von akut starken Schmerzen ist beispielsweise möglich durch die Gabe von krampflösenden Schmerzmitteln; so beispielsweise das Arzneimittel Buscopan. Alternativ werden gegen die Schmerzen bei einer Nierenkolik beispielsweise Hausmittel eingesetzt wie ein Zuführen von Wärme. Große Harnsteine, die nicht von selbst abgehen, können schließlich auf verschiedenen Wegen durch einen Arzt entfernt werden.
Bleibt eine Nierenkolik unbehandelt, so kann es in der Folge unter anderem zu Entzündungen von Niere und Nierenbecken kommen; um die entsprechenden Entzündungen zu bekämpfen, kann eine Behandlung mit Antibiotika notwendig werden.
Vorbeugen
Um einer Nierenkolik vorzubeugen, wird von Fachleuten häufig empfohlen, ausreichend Flüssigkeit aufzunehmen; der Konsum von Alkohol kann hierbei den nachteiligen Effekt haben, dass der Alkohol dem Körper Wasser entziehen kann.
Um die Niere zu entlasten, wird auch schwangeren Frauen häufig zur Aufnahme ausreichender Flüssigkeitsmengen geraten. So kann Expertenaussagen zufolge einer sogenannten Schwangerschaftsniere (unter diesem Begriff werden Nierenerkrankungen zusammengefasst, die vorzugsweise während einer Schwangerschaft auftreten können) vorgebeugt werden.


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