Das Wirkung von Hirtentäschelkraut

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Auf Wiesen, Äckern und an Straßenrändern ist es häufig zu finden: das Hirtentäschelkraut, das unter dem lateinischen Namen Capsella bursa-pastoris geführt wird. Die unscheinbare, grüne Pflanze mit ihren charakteristischen Schoten, die an ein kleines Herz erinnern, gehört zu den Wildkräutern. Die Schoten sind essbar und meist auch schon Kindern bekannt. Das Kraut ist sehr widerstandsfähig und breitet sich als Pionierpflanze vor allem auf brachliegenden Flächen aus. Hirtentäschelkraut gehört zur Familie der Kreuzblütler und kommt in drei Arten als „Gewöhnliches Hirtentäschelkraut“, „Capsella grandiflora“ und „Rötliches Hirtentäschelkraut“ vor.

Einsatz in der Naturmedizin und Wissenschaft

Hirtentäschelkraut wird innerlich und äußerlich angewendet. In der Naturmedizin werden vor allem Tees aus Hirtentäschel für zahlreiche Beschwerden und Krankheiten empfohlen. Dafür werden die oberirdischen Teile der Pflanze gesammelt und getrocknet, aus denen dann ein Tee gebraut wird.

In der Forschung dient das Kraut für Studenten als geeignetes Anschauungsobjekt der Embryonalentwicklung. Da die Samenkapseln durchsichtig sind, kann der Verlauf sehr gut beobachtet werden.

Blutstillende Wirkungen

Die Hauptbedeutung in der Naturheilkunde hat das Hirtentäschelkraut wegen der blutstillenden Wirkung. Vor allem zur Regulierung von Monatsblutungen bei Frauen wird Hirtentäscheltee angewendet, und zwar sowohl bei zu starken als auch bei zu schwachen Menstruationsblutungen. Auch bei häufigem Nasenbluten wird Hirtentäschel eingesetzt. Bei inneren Blutungen kann die Heildroge zur Begleitung der ärztlichen Therapie sinnvoll sein.

Hirschtäschelkraut

Hirschtäschelkraut

Auf oberflächliche Hautverletzungen aufgestreutes Pulver aus Hirtentäschelkraut fördert die Wundheilung. Salben und Cremes mit Hirtentäschelextrakten können bei Ekzemen der Haut Erleichterung bringen. Auch zur Regulierung des Blutdrucks lässt sich das vielseitige Kraut einsetzen. Zu Beginn einer Schwangerschaft darf Hirtentäschelkraut nicht eingenommen werden, da es zu Kontraktionen der Gebärmutter und damit einer Frühgeburt kommen kann. In der alternativen Medizin wird Tee aus Hirtentäschelkraut kurz vor der Geburt zur Wehenförderung verabreicht.

Wer das Kraut selbst sammeln möchte, sollte beachten, dass Hirtentäschelkraut an viel befahrenen Straßen meist schadstoffbelastet ist. Auch auf Äckern kann Hirtentäschel durch Dünger oder Spritzmittel verunreinigt sein. Am besten eignen sich Wiesen, die abseits von Verkehr und landwirtschaftlich genutzten Flächen liegen. Sicherer ist der Kauf von Tees, Cremes oder Pulver aus Hirtentäschelkraut in der Apotheke oder Drogerie, weil hier die Sicherheit am größten ist, dass die verwendeten Bestandteile unbelastet sind.

(Foto: Markus Hagenlocher)

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