Wühlmausbekämpfung im Garten
Wer einen frischen Erdhaufen in seinem Garten entdeckt, denkt zunächst an einen Maulwurf. Doch der Erdhaufen kann auch von Wühlmäusen stammen. Wühlmäuse sind unbeliebte Plagegeister, die mit Vorliebe Blumenzwiebeln, Möhren, Sellerie und die zarten Wurzeln und Rinden von frisch gepflanzten Obstbäumen fressen.
Die Erdhaufen von Wühlmäusen sind flacher als Maulwurfhügel und der Eingang zum Bau befindet sich seitlich, während der Eingang zu einem Maulwurfbau mittig unter dem Erdhaufen mündet. Da der Maulwurf der Bundesartenschutzverordnung unterliegt, ist es wichtig, den Verursacher der Erdhaufen eindeutig zu identifizieren.
Bekämpfung der Wühlmäuse
Die Nager können das ganze Jahr bekämpft werden. Erfolgversprechend sind jedoch die Herbst- und Wintermonate, wenn es in der Natur nur wenig zu fressen gibt und die Wühlmäuse bei ausgelegten Ködern nicht wählerisch sind. Als Köder eignet sich Giftweizen, der in den Wintermonaten ausreichend gefressen wird und zum gewünschten Erfolg führt.
Erfolgversprechend ist auch die Ausbringung spezieller Wühlmausfallen. In die Kastenfallen gibt man Apfel-, Möhren- oder Selleriestückchen, die als leckere Köder dienen. Die so bestückten Wühlmausfallen werden vor den freigelegten Eingang des Baus platziert und mit Erde bedeckt, so dass kein Licht eindringen kann. Wühlmäuse sind sehr geruchsempfindlich und werden den Köder bald entdecken. Wichtig ist auch, dass man die Falle nur mit Handschuhen anfasst, um zu vermeiden, dass der Falle menschlicher Geruch anhaftet. Die Wühlmaus würde sonst kaum die Falle betreten.
Manche Gärtner schwören bei der Wühlmausbekämpfung auf Hausmittel, die jedoch nicht immer den gewünschten Erfolg erzielen. Dazu gehört die Ausbringung von Duftstoffen direkt vor den Eingang des Baus, die die geruchsempfindlichen Nager stören und vertreiben sollen. Hundehaare, Kaiserkronen- oder Knoblauchzwiebeln, Wolfsmilchgewächse, Holunderzweige oder sogar mit Benzin getränkte Wattebäusche sollen die Wühlmäuse nachhaltig vertreiben. Wer damit keinen Erfolg hat, kann es auch mit der konsequenten Wasserflutung des Wühlmaus-Baus versuchen. Noch wirksamer ist jedoch die Anschaffung einer Katze – die Wühlmäuse werden den Garten fluchtartig verlassen.
Wühlmäuse sind nicht nur geruchs- sondern auch geräuschempfindlich. Manche Gärtner schwören auf Ultraschallsonden, die vor den Eingang des Baus platziert werden. Kleine Windräder, die die Vibrationen über die Stange auf den Boden übertragen, haben in einigen Fällen auch gute Resultate bei der Wühlmausbekämpfung erzielt.
