Wollläuse wirksam bekämpfen

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Der Name der Wollläuse rührt nicht von ihrer Lieblingsspeise, sondern von ihrem Aussehen her. Die Läuse verfügen über eine an Wolle oder Watte erinnernde Behaarung und sind zudem noch mit einer schmierig-schleimigen Schicht versehen. Wollläuse sind Pflanzenschädlinge, die durch die saugende Aufnahme von Nährstoffen den Pflanzen Schaden zufügen. Bekannt sind Wollläuse bei Topfpflanzen. Hier finden sie insbesondere bei Kakteen, Orchideen und Zitruspflanzen gute Lebensbedingungen vor. Aber der Lebensraum der Schädlinge ist nicht auf die Pflanzen in Innenräumen beschränkt, die zwei bis fünf Millimeter großen Tiere können auch den Nutz- oder Ziergarten befallen. Hier sind Gräser, Wein, Astern und Margeriten ihre Leibspeise.

Lebensweise

Bei den Wollläusen sind die männlichen Tiere im Gegensatz zu den Weibchen flugfähig. Ihre Körpergröße ist jedoch geringer und sie sterben nach der Befruchtung ab. Die Weibchen leben länger und legen dabei ihre befruchteten Eier ab. Ein Gelege , das in wollähnliche Wachsauscheidungen untergebracht wird, enthält etwa bis zu 400 Eier. Die Eier werden von den Weibchen der Wollläuse in der Regel an den Unterseiten der Blätter abgelegt, sodass sie nicht sofort erkennbar sind.

Nach nur 10 Tagen schlüpfen Larven aus dem Gelege, die sich über mehrere Stadien zu den fertigen Wollläusen entwickeln. Die Wollläuse saugen den Pflanzensaft. Hierdurch verkümmern die Pflanzentriebe, die Blätter werden gelb und das Pflanzenwachstum wird behindert. Nach der Verstoffwechselung des Pflanzensaftes scheiden Wollläuse eine klebrige gelbliche Flüssigkeit aus, die an den Pflanzen haftet. Diese wird sekundär oft von Rußtaupilzen besiedelt, was zu einer unansehnlichen schwarzen Färbung führt.

Bekämpfung von Wollläusen

Die Bekämpfung von Wollläusen ist nicht einfach, weil die Tiere durch ihre Behaarung und die schmierige Wachsschicht gegen äußere Angriffe gut geschützt sind. Zur Bekämpfung lassen sich Öle verwenden, wobei natürlichen Ölen, etwa aus Rapsöl, bevorzugt werden sollten. Beim Spritzen darf nicht sparsam umgegangen werden. Das Öl muss die Läuse direkt benetzten und die Pflanzen dürfen nach der Behandlung vollständig nass sein. Natürliche Feinde der Wollläuse sind Schlupfwespen, Marienkäfer und Florfliegen. Die Verbesserung ihrer Lebensbedingungen kann bei der Bekämpfung der Wollläuse sehr günstig und wirkungsvoll sein.

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