Temperaturmethode für Verhütung oder Kinderwunsch

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Als Temperaturmethode bezeichnet man das tägliche Messen und Aufschreiben der Körpertemperatur der Frau, um daraus den Eisprung ermitteln zu können. Diese Methode kann entweder zur Verhütung oder zur Planung einer Schwangerschaft verwendet werden.

Das Messen der Basalttemperatur

Hauptbestandteil der Temperaturmethode ist das tägliche Messen der Aufwach-Temperatur, welche auch Basalttemperatur genannt wird. Dies ist die Körpertemperatur bei völligem Ruhezustand. Sie reagiert sensibel auf kleinster Veränderungen, daher sollten Frauen stets vor dem Aufstehen oder jeglicher Form von Anstrengung und größerer Bewegung messen. Dadurch können sie gewährleisten, dass sie leichte Temperaturveränderungen um die Zeit des Eisprungs bemerkt.

Das Messen sollte möglichst täglich und immer zur gleichen Uhrzeit geschehen. Einige Frauen reagieren empfindlich auf unterschiedliche Messzeiten, während andere ohne Probleme zu unregelmäßigen Zeiten messen können. Dabei sollte die Frau jedoch mindestens drei Minuten messen und immer an der gleichen Körperstelle.

Die Auswertung der Temperaturwerte

Die Messwerte werden anschließend in eine Tabelle eingetragen. Mit fortlaufender Messung ergibt sich eine Temperaturkurve, welche sehr gut die aktuelle Phase des Zyklus veranschaulicht. In der Zeit um den Eisprung oder kurz danach, steigt die Temperatur leicht an und bleibt auf diesem höheren Niveau, bis die Periode einsetzt. Der Temperaturanstieg ist dabei entscheidend und muss richtig erkannt und als solcher gedeutet werden. Bleibt die Temperatur nach dem Anstieg in den nächsten zwei Tagen erhöht, dann fand ein Eisprung statt und die Frau kann für den restlichen Zyklus nicht mehr schwanger werden. Die Temperatur kann jedoch durch Störfaktoren wie Alkohol, Krankheit oder spätes zu Bett gehen beeinflusst werden. Dies sollten die Anwenderinnen stets berücksichtigen.

Die Sicherheit der Temperaturmethode

Die Temperaturmethode hat einen Pearl-Index von 0,8 bis 3 und ist somit eine sehr sichere bis sichere Methode für die Empfängnisverhütung. Für Frauen, die schwanger werden wollen, ist sie zudem ein sehr nützliches Hilfsmittel, um die fruchtbaren Tage sicher feststellen zu können. Wer die Temperaturmethode jedoch ausschließlich zur Verhütung nutzen möchte, sollte die möglichen Störfaktoren unbedingt berücksichtigen und so gut es geht minimieren. Zusätzlich kann die Billings-Methode herangezogen werden, welche den Zervixschleim beobachtet und ein weiteres Anzeichen für die fruchtbaren Tage darstellt. In Kombination wird die Methode als symptothermale Methode bezeichnet und weist eine noch höhere Sicherheit auf.

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