Der Wehrmachtshelm

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Der Wehrmachtshelm oder Stahlhelm ist während des 1. Weltkriegs entwickelt worden. Bis 1915 existierten lediglich Mützen oder die für Preußen markante Pickelhaube aus Leder. Da aber im 1. Weltkrieg mit moderneren Waffen wie Gewehren, Granaten und schwerer Artillerie gekämpft wurde, stieg die Anzahl der Verwundungen durch Kugeln und Granatsplitter exponential an.

Vor allem im Kopfbereich waren solche Wunden fast immer tödlich. Interessanterweise war es aber nicht die deutsche Armee, die als erste gepanzerte Helme mit Stahleinsatz für ihre Soldaten entwickelten, sondern die Franzosen. Auf Befehl des französischen Generals Adrian wurden bereits im Dezember 1914 Soldaten am Kopf mit Stahlkappen ausgestattet. Der anschließende “Feldversuch” zeigte eine deutliche Reduzierung an Kopfverletzungen durch Granatsplitter. Die Ergebnisse führten zur Massenproduktion dieses Adrian-Helms.

Der deutsche Wehrmachtshelm

Die Erfahrungen mit Granatsplittern und Kopfwunden hatte im Stellungskrieg auch die deutsche Wehrmacht schmerzlich erleben müssen. Die Oberste Heeresleitung reagierte zunächst zögerlich. Erst auf Anregung des deutschen Marinegeneralarztes Prof. Dr. Bier wurde ab August 1915 über einen Stahlhelm zum Schutz der Soldaten diskutiert. Dieser aus einem Stück bestehende Helm mit Nacken- und Augenschutz bestand aus einer Mischung von Chrom, Stahl und Nickel.

Nach erfolgreichen Frontests erging im Dezember 1915 der Befehl zur Massenproduktion. Dieser M1916 und wurde ab 1917 auch von den Jagdfliegern benutzt. Der M1916 war im Vergleich mit dem Adrian-Helm der Franzosen durch die Verwendung von gehärtetem Stahl deutlich effektiver.

Die Weiterentwicklung bis zum Ende des 2. Weltkriegs

Trotz der Kriegsniederlage blieb der Stahlhelm ein Symbol deutscher Kampfkraft. Während allerdings Frankreich oder England die Stahlhelme nach dem 1. Weltkrieg nicht weiter entwickelten, stellte die deutsche Armee ab 1935 mit Wiedereinführung der Wehrpflicht den M35 her.

Wehrmachtshelm

Wehrmachtshelm

Die neuen Wehrmachtshelme waren leichter und mit Belüftungsschlitzen ausgestattet. Ab 1942 gab es die verbesserte Version M42 mit gestanzten Luftlöchern und einer verbesserten Materialmischung aus Stahl, Silizium und Mangan.

Die Nachkriegszeit in der BRD und der DDR

Der Stahlhelm blieb in der BRD nach Wiedereinführung der deutschen Armee zunächst Grundausrüstung der deutschen Bundeswehr. Der Stahl wurde Mitte der 1970er Jahre durch neuere Materialien wie Aramid oder Kevlar ersetzt. In der DDR wurde ab 1956 Modell M56 als Grundausrüstung der NVA-Truppen benutzt.

Moderne Verwendungszwecke

Die alten Wehrmachtshelme werden inzwischen von vielen Motorradfahrern als Motorradhelm verwendet. Diese Helme gibt es als Original zu kaufen oder auch als Reproduktion aus gehärtetem Plastik oder Chrom.

(Foto von Lychee / CC by-sa)

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