Wüstenigel (Paraechinus)
Der Wüstenigel hat einen runderen und kleineren Körper als unser einheimischer Igel. Darüber hinaus besitzt er kürzere Beine und kleinere Füße. Sein Rücken ist mit zahlreichen schwarz-weiß-gelb gebänderten Stacheln bedeckt. Auf der Mitte des Kopfes sind die Stacheln gescheitelt.
Das Gesicht ist grau, braun oder schwarz und wird von einem hellen Band umrandet. Das Fell seiner Unterseite ist braun bis weiß, seine Beine und sein Schwanz sind dunkelbraun. Das Tier erreicht eine Kopf-Rumpf-Länge von 14 bis 27 Zentimetern mit einer Schwanzlänge von bis zu 4 Zentimetern. Das Maximalgewicht des Wüstenigels beträgt ein halbes Kilogramm.
Vorkommen
Gewöhnlich findet man den Wüstenigel in Wüsten und Steppen. Außerdem bewohnt er vegetationsreichere Gebiete wie Küstenregionen oder Oasen. Der Einzelgänger ist nachtaktiv und verbringt den Tag meist im selbstgegrabenen Bau. Ausgestattet ist sein Nest mit weichem Moos, Gras und Laub. Nachts begibt er sich auf Nahrungssuche, wobei er relativ große Strecken zurücklegen kann. Bei Gefahr rollt sich der Wüstenigel zu einer stacheligen Kugel zusammen, die fast kein Raubtier unbeschadet durchdringen kann. Deshalb hat er nur wenig Feinde. Darüber hinaus ist er in der Lage sehr kraftvoll zuzubeißen.
Nahrung
Der Wüstenigel ernährt sich vorrangig von Fleisch. Auf seinem Speiseplan stehen Insekten, Eier, Echsen, Skorpione und Schlangen. Dem Skorpion beißt er vor dem Verzehr den Giftstachel-Schwanz ab. Gegenüber Schlangengift erweist sich der Wüstenigel als beeindruckend resistent. Im Notfall ist es ihm auch möglich, über einige Wochen ohne Nahrung zu überleben.
Fortpflanzung
Die Paarungszeit des Wüstenigels reicht von Juli bis September. Die Tragzeit beträgt schätzungsweise 5 Wochen und die Wurfgröße umfasst bis zu vier Jungtiere. Sie kommen taub und blind zur Welt. Stachelansätze sind bereits vorhanden. Sie liegen allerdings zunächst in der Haut, damit der Geburtskanal des Muttertieres nicht verletzt wird.
Nach etwa einem Monat öffnet ein kleiner Wüstenigel die Augen. Mit circa 44 Tagen nimmt er erstmals feste Nahrung zu sich. Entwöhnt wird er mit rund 2 Monaten. In der Obhut eines Menschen kann ein Wüstenigel ein Alter von zehn Jahren erreichen. In freier Natur beträgt die Lebenserwartung etwa 3 bis 4 Jahre.
(Foto via Max Korostischeveski / CC by-sa)
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Und wieso lebt er in der Wüste? Warum nicht irgendwo anders?
voll knuffig… ;*